Wer, wie, wat(t)? Die EU-Richtlinien und Regeln rund um Lampen

Seit 2009 hat die EU eine Reihe von Richtlinien eingeführt, um Produkte umweltfreundlicher zu machen. Im Zentrum des als Ökodesign bekannten Vorstoßes: Lampen. Ob herkömmliche Glüh- oder Halogenlampen – was bedeuten die neuen Regeln? Und welche Lampen sind davon betroffen?


Glühlampen

September 2009 markierte das Ende mattierter Glühlampen. Andere wurden bis 2012 schrittweise ausgemustert oder zumindest in ihrer Effizienz gesteigert, speziell 100W, 60W, 40W und 25W Glühlampen.


EU-Richtlinie (1194/2012)

Am 1. September 2016 trat ein weiteres Glühlampenverbot in Kraft. Es richtet sich gegen die 230-Volt-Halogen-Reflektorlampen der Effizienzklasse D. Neben den Hochvolt-Halogen-Reflektorlampen sind vor allem Lampen mit GU10, E27 oder E14 Fassung von der Richtlinie (1194/2012) betroffen. Unter das Verbot fallen folgende OSRAM Produkte:

  • HALOPAR 20/30/38
  • HALOPAR 16
  • DECOPIN
  • HALOGEN CLASSIC R50/R63/R80

EU-Richtlinie (244/2009)

Halogenlampen mit ungebündeltem Licht sind derzeit noch erlaubt. Aber nur bis 2018. Dann sollen auch sie vom Markt genommen werden. Ursprünglich sollte das Verbot für alle Halogenlampen gleichzeitig gelten. Dass sie nun etappenweise aus dem Handel verschwinden, liegt an der EU-Richtlinie 244/2009. Ihr Inkrafttreten wurde verschoben. Diese Regelung betrifft vor allem G4, R7s und G9 Halogenlampen sowie Energiespar-Halogenlampen in Kerzen- und Glühlampenform.

Die EG-Verordnung 244/2009 regelt den Ausstieg von Produkten abhängig von dem maximalen Energieverbrauch für einen bestimmten Lichtstrom. Zudem legt sie die minimalen Anforderungen an Lebensdauer, Lampenlichtstromerhalt, Anzahl der Schaltzyklen, Zündzeit, Aufwärmzeit, Ausfallrate, UV-Strahlung, Leistungsfaktor und Farbwiedergabe fest.

Hinweis: Produkte für Sonderzwecke wie etwa Kühlschrank- und Ofenlampen, Halogen-Kapseln sowie lineare R7s Leuchtstoffröhren bleiben von diesen Verboten unberührt, da sie nicht angemessen durch alternative Technologien ersetzt werden können.


Genug Verwirrung 2

EU-Richtlinie (245/2009)

Die Verordnung EG 245/2009 (geändert durch EG 347/2010) zielt auf die Mindestanforderungen ab. Produkte, die diese nicht erfüllen, laufen schrittweise aus. Zu den entscheidenden Faktoren zählen Wirkungsgrad und Lampenlichtstromerhalt.

Seit April 2015 dürfen Quecksilberdampflampen (HQL), Quecksilbermischlichtlampen (HWL) und viele Natriumdampflampen (NAV Plug-in) EU-weit nicht mehr auf dem Markt vertrieben werden.


Wie geht es weiter?

Bei LEDVANCE erfüllen bereits zahlreiche Lampen die zukünftigen Anforderungen der Regelungen EG 245/2009 und EG 1194/2012. Wir setzen zudem alles daran, dass auch die anderen Lampen in unserem Portfolio den kommenden Anforderungen entsprechen. Ein kleiner Teil unseres Sortiments kann technisch nicht soweit verbessert werden, dass er den Auflagen entspricht. Das heißt, die Produktion dieser Lampen wird mit dem Inkrafttreten der neuen Regelungen auslaufen.

Eine Liste mit Lampen, die es sowohl in Zukunft noch geben wird als auch mit jenen, die vom Markt verschwinden, finden Sie hier: https://www.ledvance.com/services-and-tools/services/erp/index.jsp